Analyse der Verschraubungskurve

Einschraubbereich : Enthält die Drehmomentwerte vom Schraubbeginn bis zu dem Punkt, an dem der Schraubenkopf auf dem Deckel des zu montierenden Teils sitzt.
- Gewindedrehmoment (T th ): Benötigtes Mindestdrehmoment, damit der Schraubenkopf auf dem Material aufliegt. Dieser Wert entspricht dem maximalen Drehmoment in diesem Bereich.
- Schraubenergie : Bereich unter der Kurve im Einschraubbereich. Je kleiner dieser Bereich, desto ergonomischer ist die Verschraubung aber bei gleichzeitig geringerer Beständigkeit gegen Vibrationslockerung.
- Verschraubzeit und Einschraubwinkel : Wert für die benötigte Zeit oder Anzahl der Umdrehungen bis die Schraube auf dem Deckel sitzt.
Anziehbereich : Entspricht dem Drehmoment und Drehwinkel vom Einsetzen der Vorspannkraft bis zum Versagen.
- Optimales Drehmoment (T a ): Entspricht einem Anziehmoment innerhalb des Anziehbereichs. Für eine beidseitige Sicherheit sollte sich das Drehmoment ca. in der Mitte vom Anziehbereich befinden.
Versagensbereich : Entspricht dem Drehmoment und Drehwinkel bis zum Abfall der Vorspannkraft auf Null.
Versagensdrehmoment Entspricht dem Drehmoment, bei dem die Baugruppe zu irgendeinem Zeitpunkt ausfällt. Dies ist das maximal im System zulässige Drehmoment und entspricht dem Maximalwert (Spitze) der Kurve innerhalb dieser Zone.
Versagensart: Versagensweise der Verbindung. Zu den häufigsten Versagensarten gehören das Abziehen des Gewindes, der Schraubenbruch und die Beschädigung des Antriebs (Bits).
Die Stabilität der Verbindung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Furchenmoment und dem Versagensdrehmoment.